Motorrad fahren

Hobby, Spaß, Freiheit – aber auch gefährlich

Zum Motorrad fahren gehört nicht nur ein Bike, sondern auch die richtige Ausrüstung, um den Fahrspaß sicher genießen zu können.

Motorradausrüstung – was brauche ich?

Motorradhelm kaufen

Einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände des Motorradfahrers ist der Motorradhelm. Hier bietet der Markt verschiedene Ausführungen. Von Integralhelme, Klapphelme, Jet Helme bis hin zum Crosshelme mit Klappenvisier oder Brille, der Markt scheint für jeden Geschmack etwas parat zu haben.

Doch sollte man sich beim Kauf nicht in erster Linie nicht von stylischen Kriterien beeinflussen lassen. Wichtiger, wenn nicht sogar lebenswichtiger sind andere Kriterien. Dazu gehört der Sicherheitsaspekt des Helms genauso, wie dessen Passform und der Tragekomfort. Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass die meisten Motorradfahrer nicht selten eine Sonnenbrille tragen.

  • Tragekomfort und Sicherheit

Der Tragekomfort des Motorradhelms spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Der Helm muss auch dann noch gut sitzen, wenn man eine dicke Sturmhaube darunter trägt. Auch nach längerem Tragen darf der Motorradhelm nicht unangenehm drücken. Nicht dass man auf die schlechte Idee kommt, bei einer kurzen Fahrt zum Briefkasten, den Helm einfach weg zu lassen. Natürlich muss das Motorradhelm Modell auch zum späteren Verwendungszweck passen. So unangenehm ein Integralhelm beim Motocross ist, so unsicher ist ein Crosshelm bei der flotten Autobahnfahrt. Informieren Sie sich vor dem Kauf genau über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Motorradhelm Arten.

Tipp: Achten Sie darauf, dass der Helm im inneren über einen Aufnäher mit der Nummer ECE-R 22.05 verfügen muss. Dieser Aufnäher stellt sicher, dass der Motorradhelm nach den deutschen DIN-Normen produziert wurde. Fehlt dieser Hinweis, dann Finger weg. In der Regel handelt es sich dann um ein Billig-Produkt aus Fernost bei dem in Puncto Sicherheit mit hoher Wahrscheinlichkeit Probleme vorhanden sind.

Motorrad Helm kaufen – Tricks und Tipps

  • Ein Helm mit herausnehmbaren Helmfutter ist leichter zu reinigen als einer mit fest verklebtem Innenfutter.
  • Bei der Wahl des Visiers sollte man beachten, dass dieses ein E-Prüfzeichen tragen muss. Das bisschen Plastik ist alles, was unser Gesicht vor den Widrigkeiten der Natur schützt. Regen, Wind, Schmutz und Insekten aller Sachen, die wir nicht in Mund und Augen haben wollen. Ob das Visier transparent, getönt, verspiegelt oder farbig ist, ist wiederum eine Frage des Geschmacks und muss jeder für sich selbst entscheiden.
  • Persönliche Umstände, wie zum Beispiel die Sehstärke, Brillenträger oder ein Nachtsicht Defizit spielt bei der Wahl des richtigen Visiers eine große Rolle. Hier hilft wirklich nur testen.

Lederkombis kaufen

Ob nun eine Lederkombi oder doch nur eine Lederjacke, jeder Motorradfahrer wird da seine eigene Meinung haben. Wichtig ist letztlich wieder die Qualität. Wer lieber nur mit Lederjacke fährt und eine gute Leder- oder Textilhose trägt, ist mit Sicherheit genau so gut gerüstet, wie jemand der eine Kombi trägt. Der große Vorteil eines Kombis ist, dass solche sinnvolle Dinge wie Rückenprotektor oder Nierengurt bereits eingearbeitet sind und nicht extra gekauft werden müssen. Das wir auf gutes Material, qualitativ hochwertige Verarbeitung achten ist selbstverständlich. Dabei sollte man vor allem auch scheinbare Kleinigkeiten nicht aus den Augen lassen. Große Taschen, Stauraum für unser Portemonnaie, eine Tasche, die unser Handy vor Nässe schützt. Gerade bei der Motorradbekleidung ist es keine gute Idee an falscher Stelle zu sparen, schließlich möchte niemand bei Regen nass werden, bei kaltem Wetter frieren oder im Sommer unnötig Schwitzen. Schon aus Gründen der Sicherheit, sollte man daher am Komfort nicht sparen.

Tipp: Schwarze Motorrad Bekleidung sieht zwar cool aus, doch im Straßenverkehr gerade Nachts ist man nicht unbedingt für jeden gut sichtbar. Außerdem könnte es im Sommer leicht problematisch werden, wenn man beim strahlenden Sonnenschein mal länger im Stau steht.

Motorradstiefel kaufen

Beim Kauf unserer Motorradstiefel sollte das Gleiche gelten wie beim Kauf von Helm und Kleidung. Qualität ist letztlich das Wichtigste. Grundsätzlich gilt aber: Ein Motorradstiefel sollte eng anliegen und festsitzen, die Füße dürfen aber nicht in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden und die Durchblutung muss gesichert bleiben. Motorradstiefel mit integrierten Knöchel- und Schienbeinprotektoren sind definitiv vorzuziehen.

Tipp: Beim Kauf von Motorrad Stiefeln darf man nicht vergessen, dass die Kombi mit in den Stiefelschaft muss. Hinzukommt, dass man je nach Jahreszeit mal mehr oder weniger dicke Socken an hat. Das Schalten und Bremsen muss jederzeit möglich sein. Daher also ruhig mal anprobieren und ausprobieren.

Die Sohle der Motorradstiefel muss stabil, rutschfest und mit einem Absatz versehen sein. Nur so ist ein fester Halt an den Rasten gewährleistet. Jeder Motorradfahrer musste bestimmt auch schon mal eine längere Strecke in seinen Stiefeln laufen, dementsprechend gut muss der Tragekomfort der Motorradstiefel sein. Ein paar Gespräche im Freundes- und Bekanntenkreis kann auch hier hilfreich sein. Wenn es unser Geldbeutel erlaubt, kann man sich Gedanken machen ein paar Stiefel für besonders warme Tage und ein Paar für nicht so schöne Tage zu kaufen. Wasserdichte und atmungsaktive Modelle mit Reflektoren erhöhen den Komfort und die Sicherheit erheblich.

Weitere Ausrüstungsgegenstände, die wir kaufen müssen, sind ordentliche Handschuhe, Halstuch, Regenschutz und wir sollten uns auch nicht zu schade sein bei schlechtem Wetter eine Funktionsunterwäsche zu tragen. Eine Sturmhaube mit oder ohne Halswärmer schließt unsere Ausrüstung ab. Welches Model, da zählt nur das persönliche wohl befinden und natürlich die richtige Qualität. Falsch ist nur das, womit ich mich nicht wohlfühle. Noch ein kleiner Tipp: Ein guter Rucksack, der sich mit der Kombi bequem tragen lässt, nimmt so manche Kleinigkeit, auf die wir sonst nur schwer verstauen können.

Wenn wir gut ausgerüstet sind, sollte uns doch noch einen wichtigen Gedanken machen. Motorrad fahren ist gefährlicher als Auto fahren, das ist leider traurige Wahrheit. Deshalb sollten wir uns mal Zeit nehmen darüber nachzudenken, ob wir ausreichend versichert sind. Eine zusätzliche Risikolebensversicherung um unsere Familie abzusichern. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für uns, wenn wir nach einem Unfall nicht mehr arbeiten können. Sicherlich sind das keine schönen Gedanken, aber das sind auch Dinge über, die wir uns Gedanken machen müssen. Durch diese Versicherungen sind wir ja auch im restlichen Leben bestens gerüstet.