Ein gebrauchtes Motorrad kaufen

Unser Ratgeber

Da ein neues Motorrad nicht gerade günstig ist, greifen viele Motorradfahrer auf die Alternative zurück, ein Motorrad gebraucht zu kaufen. Doch wenn man sich für einen gebrauchtes Motorrad entscheidet, sollte man sich Zeit bei der Wahl lassen. Fahren Sie die Maschine unbedingt Probe und gehen Sie unsere Checkliste durch, die Ihnen dabei helfen soll, einen ärgerlichen Fehlkauf zu vermeiden.

Ein gebrauchtes Motorrad kaufen – Sicherheit steht vor den Kosten

Ein gebrauchtes Motorrad kann man beim Gebrauchthändler genauso kaufen, wie von privater Hand oder verschiedenen Auktionen. Falls Sie nicht die Unsicherheit von privaten Käufen wollen, kann man einen Abstecher zum Gebraucht Motorrad Händler unternehmen. Allerdings muss man hier mit wesentlich höheren Preisen rechnen, hat aber den Vorteil, dass der Händler dazu verpflichtet ist, eine Garantie zu gewähren. In der Regel handelt es sich hierbei um eine Garantie für ein halbes Jahr, auf die wichtigsten Teile des Motorrads. Will man möglichst wenig für sein gebrauchtes Motorrad bezahlen, raten wir Ihnen, das Motorrad während des Winters zu kaufen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Auswahl größer und mit viel Glück hat man die Chance auf ein Schnäppchen.

Gebrauchtes Motorrad kaufen – die Checkliste

Bevor man sein Motorrad gebraucht kaufen möchte, sollte man sich den Markt erst einmal ansehen und sich darüber im Klaren sein, welche Prioritäten man hat. Soll es ein günstiges Motorrad sein, sind spezielle Ausstattungen gewollt usw. Erst wenn Sie sich darüber im Klaren sind, was Sie wirklich wollen, sollten Sie sich die ersten Motorräder ansehen.

Die Motorradfotos und die Wirklichkeit

Gerade bei den Motorrädern die im Web verkauft werden, sieht die Maschine auf den Bildern manchmal besser aus als in der Realität. Aus diesem Grund raten wir Ihnen sich die Maschine selber anzuschauen. Setzen Sie sich auf das Motorrad und unternehmen Sie eine längere Probefahrt, nur dann können Sie den Sitzkomfort der Maschine wirklich beurteilen.

Motorrad kaufen – untersuchen Sie die Verschleißteile

Bei der Begutachtung des Motorrades sollten Sie zudem darauf achten, dass Sie sich nicht gerade am Abend die Maschine ansehen, da durch die schlechten Sichtverhältnisse eventuelle Beschädigungen der Maschine nicht gesehen werden. Auch regnerische Tage als Begutachtungstermin fallen aus. Falls Sie nur wenig technische Kenntnisse haben, nehmen Sie sich einen Fachmann mit, der Sie bei der Begutachtung des Motorrades beraten kann.

Während Sie das Motorrad ansehen, sollten Sie vor allem die Verschleißteile der Maschine näher unter die Lupe nehmen. Sind die Reifen nicht mehr die neusten, können Sie vom Kaufpreis des Motorrads, die Summe abziehen, die Sie für den Kauf neuer Reifen ausgeben müssten. Ebenso ist das mit anderen Verschleißteilen des Motorrades, wie zum Beispiel das Öl, die Bremsen oder gar der Kettensatz. Des Weiteren ist natürlich auch der Kilometerstand des Motorrades entscheidend, wie auch der letzte Ölwechsel.

Motorrad gebraucht kaufen – achten Sie auf die Details

Bei der Begutachtung des Motorrads, sollten Sie unbedingt prüfen, ob die Maschine von Roststellen hat. Typische Stellen hierfür sind die Speichen bzw. Felgen, der Rahmen, die Schwingen und der Auspuff.

Natürlich sollte auch der Tank geprüft werden, von außen und innen gleichermaßen. Am besten man nimmt eine Taschenlampe zum Termin mit. Des Weiteren gilt es auch die Bremse auf Ihren Zustand zu überprüfen. Ein Belag von mindestens vier Millimeter sollte vorhanden sein. Des Weiteren muss eine gleichmäßige Abnutzung des Bremsbelags zu sehen sein. Zusätzlich sollte man sich auch die Schleifspuren an sämtlichen Kunststoffteilen genau ansehen, wie auch an Scheinwerfern, Lenkerenden; Armaturen, Rahmen oder Fußrasten. Fallen starke Schleifspuren auf, sollten Sie die Maschine nicht kaufen, da es für vergangene Stürze spricht, bzw. für eine recht harsche Fahrweise des Vorbesitzers spricht. Zeigen Gabel und Lenkeranschlag sogar Verformungen, ist das ganz schlecht, denn das sind Anzeichen eines früheren Unfalls.

Das Motorrad Probe fahren – was ist wichtig?

Wenn Sie das Motorrad Probe fahren, merken Sie recht schnell ob sich bis jetzt unentdeckte Fehler zeigen. Des Weiteren können Sie gut feststellen, ob dieses Motorradmodell überhaupt zu Ihnen passt. Starten Sie das Motorrad am besten mit kaltem Motor, da Sie so das Starverhalten der Maschine am besten einschätzen können. Geht die Maschine bei einem Startversuch wieder aus, muss der Vergaser nachgestellt werden. Die Probefahrt sollte für eine gewisse Zeit auf der Autobahn stattfinden, damit man das Fahrerverhalten des Motorrads bei einer Geschwindigkeit von mindestens 130 km/h prüfen können.

Gefällt Ihnen die Maschine, sollten Sie das Motorrad nicht direkt sofort kaufen, sondern sich einige Stunden Zeit nehmen und Ihre Kaufentscheidung überdenken. Überlegen Sie gut, ob Sie die Maschine tatsächlich kaufen wollen.

Bildquelle: aboutpixel.de / Hinterrad © Conny S