Das Lückendorfer Bergrennen 2014

Im südöstlichsten Eckchen von Deutschland auf kurvenreichen Waldstraßen findet zwischen Lückendorf und Eichgraben traditionsgemäß jährlich das Lückendorfer Bergrennen statt.

Erstmals im Juni 1923 fand diese Rennveranstaltung hier statt. So ist das Rennen in Lückendorf also noch ein bisschen älter, als die offiziell „älteste Naturrennstrecke Deutschlands“ in Schleiz. Die älteste Rennstrecke ist die in Schleiz eigentlich nur deshalb, weil das Lückendorfer Rennen leider irrtümlicherweise in den Chroniken als Brennstoff Verbrauchsprüfung dargestellt wird. Dies stellt zumindest Jürgen Kießlich, wohlbekannter Pionier der Lausitzer Motorradszene in seiner Chronik über die Renngeschichte fest. In der Zeit von 1934 bis 1961 fanden keine offiziellen Rennen auf dieser Strecke statt. Erst nach 1961 wurden hier wieder Rennen im Rahmen der DDR-Meisterschaften ausgetragen. Doch es gab wieder einen Rückschlag. 1970 endete erneut die Renngeschichte im Dreiländereck. Erst im Jahre 2000 wurde das Lückendorfer Bergrennen von Frank Liebich und Frank Siegert, neu aufgezogen. Frank Siegert organisiert übrigens seit 2013 das Oberlausitzer Dreieckrennen.

Die Veranstaltung ist eigentlich als Vergleichs- und Präsentationsfahrt ausgeschrieben ist im Besonderen bei den etwas älteren Semestern (sowohl die Fahrer als auch ihre Bikes)sehr beliebt. So gaben sich neben Jim Redman oder Phil Read, bereits einige vormalige Weltmeister nach der Wiederbelebung in 2000 in Lückendorf die Ehre. Ein besonderes Highlight ist auch immer noch und immer wieder der seit 1965 tätige Streckensprecher Lutz Weidlich, der mit seinem umfangreichen Wissen quasi als fleischgewordenes Lexikon der Motorradgeschichte die Zuschauer über jeden Fahrer und sein Fahrzeug detailliert und mit Eifer, sowie Wissen informiert.

Im Jahre 2014 fand nunmehr die 15. Veranstaltung dieser Art seit der Wiederbelebung der Strecke statt, bei der die Zuschauerzahlen stetig anstiegen. So war auch in diesem Jahr die Strecke belagert von begeisterten Rennsportfans. Meistens sitzen diese im Gras, entlang der Strecke, auch Baumstümpfe , mitgebrachte Hocker, Klappstühle und sonstige Sitzmöglichkeiten werden ausgeschöpft, da es nur sehr wenige Tribünen mit entsprechenden Sitzplätzen an strategisch interessanten Stellen im Streckenverlauf gibt. Aber echte Rennsportfans sind ja eh sehr findig und auch mal hart im Nehmen.

Motorrad Open Air in Glemseck

In der Zeit vom 5. – 7. September wird die einstmalige Leonberger Rennstrecke im Bundesland Baden-Württemberg zu dem Eventort für alle Motorrad Fans. Dann findet nämlich zum 9. Mal das größte Marken- und modellübergreifende Motorrad Open Air Deutschlands genannt Glemseck 101, in Leonberg statt. Der Hauptsponsor TRIUMPH bietet wieder auf über 100 Metern Austellfläche einige Höhepunkte aus seinem aktuellen Programm, darunter auch einige Ideen für Aus- und Umbauten an den Maschinen.

Der Eintritt ist natürlich wie immer frei. Hier können die begeisterten Motorrad Fans unter anderem die Entwicklung der letzten 60 Jahre nachverfolgen.

Insgesamt drei Tage und zwei Nächte finden bei Glemseck 101 allerlei Attraktionen statt. Für die Zweiradfahrenden Besucher werden Teile der Rennstrecke über das gesamte Wochenende hindurch geöffnet sein. Am Samstag steht der Café Racer im Vordergrund wobei die Kontrahenten im sogenannten k.o.-System auf der 1/8tel Meile gegeneinander antreten werden. Auch das im Vorjahr erstmals durchgeführte StarrWars (aufgrund der Bauweise der Motorräder mit Starrrahmen) findet erneut statt. Neues gibt es dann am Sonntag hier gibt es dann zum Ersten Mal einen 101-Superstock-Sprint, bei dem alle sogenannten NakedBikes von den führenden Herstellern mit Profis am Lenkrad auf der 1/8tel Meile der Solitude ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen werden.

Aber auch die leichte Unterhaltung soll nicht zu kurz kommen. Hier lädt die Party-Meile zum Austoben ein. Die AfterRaceParty am Samstag bei der Live-Bands genauso vertreten sind wie diverse DJ’s mit dem Thema Rock‘n‘Roll und Rockabilly. Als Hauptinterpret ist Nico Portal, ein bekannter Rockmusiker, geplant.

Aber auch shoppen kommt nicht zu kurz – hierfür sorgt eine drei Kilometer lange Verkaufsmeile, welche natürlich ebenfalls über das gesamte Wochenende geöffnet ist. Hier findet man neben Bekleidung und Zubehör auch Tuningartikel namhafter nationaler und internationaler Anbieter, sowie eine Ausstellung der auf diesem Gebiet aktiven Asse und Ihrer Meisterstücke.

Alles in Allem erwartet den motorradbegeisterten Besucher hier wieder einmal etwas für jeden Geschmack. Ein Besuch lohnt allemal am Wochenende vom 5. Bis 7. September in Glemseck.