Neuer Trend: Tankstellen ziehen Kunden „für Luft“ das Geld aus der Tasche

Das die Benzinpreise stetig steigen und seltsamerweise gerade in den Ferienzeiten besonders hoch sind ist nichts Neues. Teilweise kann man dafür vielleicht sogar noch Verständnis aufbringen, da die Kosten für Benzin hoch versteuert sind und von den Ölpreisen abhängen. Doch jetzt muss man an vielen Tankstellen nicht nur für den Sprit sondern auch für die Luft bezahlen. Einen Euro kostet das Aufpumpen der Reifen, dafür hat man dann fünf Minuten Zeit. Die Messung des Reifendrucks bleibt gnädigerweise noch umsonst.

Das Pilotprojekt wurde bereits 2011 gestartet, zu dieser Zeit nahmen aber nur 20 Tankstellen in Nordrhein- Westfalen daran teil. Seit dem 21. Januar diesen Jahres haben sich 120 Tankstellen in Deutschland, darunter auch Shell Filialen, für eine Einführung entschieden. Seit diesem Tag kann an vielen Tankstellen die Luft nicht mehr gratis abgepumpt werden. Ob bald noch mehr Tankstellen Geld für Luft verlangen ist noch ungewiss und wird sich im Laufe des Jahres abzeichnen. Alle teilnehmenden Tankstellen müssen beim Reifendruckmessen auf Münzgeräte umstellen.

Grundsätzlich ist die Idee nicht neu, in England beispielsweise wird schon seit Jahren für das Aufpumpen der Autoreifen bezahlt und das System hat sich scheinbar bewährt. Zumindest für die Tankstelle. Dennoch sind viele  verständlicherweise verärgert. Da es momentan aber noch genügend Tankstellen gibt die Luft weiterhin gratis verschenken, sind die meisten nicht dazu gezwungen dafür zu bezahlen. Schließlich kann einfach die nächste Tankstelle angefahren werden, wo man den Service noch kostenlos bekommt. Die Frage ist nur wie lang. Empört zeigen sich übrigens nicht nur die Verbraucher sondern auch der ADAC. Schließlich ist finanzieller Profit der einzige Grund, warum die kostenpflichtigen Luftprüfgeräte überhaupt eingeführt werden. Auch wenn Tankstellen sich damit verteidigen, dass sie dadurch Betriebskosten eingespart werden und der Erlös geteilt wird. Der Verbraucher jedenfalls profitiert von dem eingenommenen Geld in keiner Weise.

Motorradvergleich der Tourencruiser: Moto Guzzi 1400 California Touring vs Harley-Davidson Road King Classic

Es gibt Motorräder und es gibt Legenden. Sowohl die Moto Guzzi 1400 California Touring wie auch die Harley-Davidson Road King Classic sind mehr Legende als Motorräder. Jedem echten Biker läuft bei ihrem Anblick das Wasser im Mund zusammen und das zurecht.

Moto_guzzi_california

 

Harley-Davidson_Road_King

Die beiden Cruiser wiegen rund 7 Zentner, was bei Cruisern als Qualitätsmerkmal gilt. Beide haben hauptsächlich Vorzüge und kaum Nachteile, denn beide sind auf ihre Art echte Dreambikes. Wem welches Bike eher zusagt, ist einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks, denn nach beiden Cruisern drehen die Leute auf der Straße sofort ihre Köpfe herum.

Mehr Prestige mag vielleicht Harley Davidson haben, aber Moto Guzzi steht dem nicht wirklich nach. Im Grunde hilft nur eins für eine gerechte Entscheidung, eine lange Probefahrt.

Die Harley-Davidson Road King Classic hat einen V2-Motor und sieht aus, als hätte Elvis sie selber gefahren. Ihr Styling ist eine Hommage an die 50er Jahre. So wuchtig, wie sie ist, beeindruckt sie mit Weißwandreifen in der 16-Zoll Größe. Harley spendierte vorn zwei Zusatzscheinwerfer und ein eindrucksvolles Windschild.

Ein breiter Sattel, Lederkoffer an beiden und eigene Sturzbügel komplettieren das Bild der Harley. Der Lenker ermöglicht eine Sitzposition, bei der Kilometer keine Rolle mehr spielen, zumal die Beine auf den Trittbrettern ruhen können.

Die Moto Guzzi 1400 California Touring hat einen 90°-V2-Motor mit einem Sound, der ein wahrer Genuss ist. Zur Ausstattung gehören ein Windschutz, verchromte Zusatzscheinwerfer und lederne Packtaschen. Ganz viel Chrom ist neben dem Motor- und Kofferschutzbügel zu sehen. Doch am meisten beeindruckt die innovative Technik aus dem Hause Moto Guzzi.

Diese Maschine ist ein Luxus-Cruiser und ein absoluter Blickfang, der jeden Bikertraum wahr werden lässt. Für die Moto Guzzi 1400 California Touring gilt einfach nur aufsteigen und erst anhalten, wenn der Tank leer ist. Nicht, dass es bei der Harley anders wäre. Sie fahren heißt träumen.

Bildquellen:

 

MV Agusta F3 – Ein Bike für Justin Bieber im Batmanlook

Obwohl Motorräder ihren Kultstatus als cool und gefährlich weitestgehend eingebüßt haben, trotzt Teenie-Star Justin Bieber diesem Trend und bekam zum Geburtstag eine MV Agusta F§ 675 im speziellen Batmanlook. Bereits beim Comeback im internationalen Motorsport blitzten die Qualitäten der neuen MV Agusta F3 kurzzeitig auf.

Das Motorrad

justin-bieber-motorcycle
Quelle: Twitter

Die MV Agusta F3 675 stellt eine der leichtesten und modernsten Motorräder dar.
Der Dreizylinder-Motor verwendet erstmals in dieser Klasse eine gegenläufige Kurbelwelle.

Mit 128 PS fegt die Sportlerin über die Straßen und Rennstrecken. Das Fahrwerk erzielt die maximale dynamische Leistung und vermittelt perfekte Stabilität.

Die revolutionäre Ride-by-Wire-Motorsteuerung ermöglicht es dem Fahrer dank des MVICS Systems (Motor & Vehicle Integrated Control System) zwischen 4 voreingestellten Fahrstufe und einer individuell festlegbaren zu wählen.

Ebenso kann der Fahrer eine Stufe der 8 einstellbaren Traktionskontrolle auswählen. Dadurch ermöglicht die MV Agusta F3 675 absoluten und individuellen Fahrspaß. Zu den neuen Innovationen der Maschine zählen nicht nur kompakte Abmessungen und ein geringes Gewicht, sondern auch die „closed deck“ – Zylinderbankintegration in das Motorgehäuse.

Ebenfalls befindet sich jetzt das Öl- und Wasser-System im Motorgehäuse integriert, was wiederum nicht nur stylische Vorteile mit sich bringt, sondern auch im Leistungsbereich.
Alles in allem in die MV Agusta F3 675 an sich schon ein modernes, stylisches und schnittiges Motorrad.

Das Modell des Sängers Justin Bieber wurde allerdings vom kanadischen Künstler Lucent AC nochmals personalisiert, indem es eine mattschwarze Lackierung erhielt und einen blau illuminierten Schriftzug „Batmobile“ sowie die Initialen des Sängers JB.

Der Künstler

Justin Bieber, der nun mit seinem Geburtstagsgeschenk MV Agusta F3 675 für Gesprächsstoff sorgt, durfte Anfang März seinen 19. Geburtstag feiern. An ihm scheiden sich die Geister. Während vor allem Mädchen scharenweise in Ohnmacht fallen und der Teenie-Star mit seinen Liedern die Charts stürmt, gilt er auch gemeinhin als „Weichei“ vor allem bei der älteren Generation und Jungs. 2012 verdiente Justin Bieber über 50 Millionen Dollar.

Indian kehrt zurück zu den Wurzeln – neuer Motor im alten Gewand

Pünktlich zur traditonellen Daytona Bikeweek 2013 taucht der Name Indian wieder in der Motorradszene auf:

Indian Thunder Stroke 111

Die älteste amerikanische Motorradmarke hat im April 2011 zum wiederholten male den Besitzer gewechselt. Jetzt präsentiert der Polaris – Konzern das Ergebnis von knapp zwei Jahren Entwicklungsarbeit.

Der vorgestellte Motor „Indian Thunder Stroke 111“ mit über 1,8 Litern Hubraum und einem Drehmoment, für das sich kein Traktor schämen müsste wird die Motorradszene sicher polarisieren.

Die Fachpresse schreibt: „Ab 2014 soll die Wuchtbrumme in nagelneuen Indians arbeiten.“, oder bei dem Verweis auf einen Link mit Sound: „Und so hört sich der Batzen derzeit an:“.

Ja, es ist kein filigraner Hightechmotor, es ist ein grobes, ehrliches Kraftpaket in einem legendären Outfit.

Die technischen Daten

Indian Motorcycle Thunder Stroke 111


Hubraum: 111 cui / 1819 ccm
Drehmoment: über 156 Nm
Aufbau: 49° V-Twin, luftgekühlt mit integriertem Ölkühler, linksseitiger Lufteinlass, nach unten gerichtete Abgasauslässe, parallele Stößelstangen, große Ölwanne mit Semi-Trockensumpfschmierung und übergroßem Ölkühler, geschmiedete Kurbelwelle
Ventilsteuerung: 3 Nockenwellen, Stößelstangen, 2 Ventile je Zylinder mit wartungsfreien Hydrostößeln
Kraftstoffanlage: Sequentielle elektronische Einspritzung und elektronische Drosselsteuerung
Verdichtung: 9.5 : 1
Getriebe: klauengeschaltetes 6-Gang Overdrive Stirnradgetriebe
Kupplung: Mehrscheiben-Nasskupplung mit Aluminumkorb und integriertem Drehmomentlimiter

Die Ansage ist klar und deutlich. Nach jahrzehntelangen Umwegen ist die Marke „Indian“ wieder zu Hause angekommen.

Der Motor ähnelt dem der legendären Indian „Chief“ aus den späten 40er Jahren so stark, dass der Schriftzug auf dem Kurbelgehäuse nicht nötig ist, um zu erkennen: „Das ist ein Indian – Motor!“. Noch gibt es kein Motorrad rund um die „Wuchtbrumme“.

Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Eigentümer des ältesten, amerikanischen Markennamens für Motorräder den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen und der Fangemeinde endlich mal wieder eine „echte“ Indian anbieten.

Ein Motorrad für die breite Masse ist sicher nicht zu erwarten. Wenn man betrachtet, welche Summen für gut erhaltene „Chief“ Modelle aus der Blütezeit der Indian – Produktion bezahlt werden, dann dürfte die Zielgruppe klar sein. Sammler, Fans und Motorradverrückte mit nicht allzu schmalem Geldbeutel.

Dieser Motor ist vor allem eins, er ist schön. Wenn es den Motorradentwicklern von Polaris gelingt, ihn in ein ebenso schönes Motorrad zu bauen, könnte die Marke Indian durchaus an die traditionellen Erfolge anknüpfen.

Bildquelle: Flickr meriden.triumph under CC

Zweite Jugend für die Mutter aller Enduros

Die BMW R 1200 GS ist und bleibt der Inbegriff der großen Reise-Enduro. Vor mehr als 30 Jahren hat die erste weiß-blaue GS das Segment definiert. Seither führt sie die Zulassungsstatistik in Deutschland an.

Die Konkurrenten von Ducati, Triumph und KTM waren ihr vor allem wegen stärkerer Motoren verdächtig auf den Pelz gerückt. Mit der Neuvorstellung will BMW den Vorsprung wieder deutlich ausbauen.

Boxermotor und Schnabelkotflügel kennzeichnen auf den ersten Blick die GS. Beides charakterisiert auch die Neue.

BMWR1200GS
Copyright © by Jeff Dean, Photographer.

Doch kaum eine Schraube wurde von BMW unverändert gelassen.

Die größte Neuerung ist der Motor. Das alte Luft-Öl-Konzept bei der Kühlung war an seine Leistungsgrenzen geraten.

Die neue vertikale Wasserkühlung ermöglicht den Leistungssprung auf 125 PS und ein ebenso großes Drehmoment.

Dabei hat der Motor das alte „Pinguinschütteln“ selbst kalt und im Leerlauf komplett abgelegt.

Gas gegeben wird nun elektronisch. Vor allem die elektronische Fahrwerkanpassung Dynamik ESA zeichnet dafür verantwortlich, die Maschine den jeweiligen Fahrverhältnissen automatisch anzupassen. Für Aufpreis gibt es einen Fahrmodusschalter, der Fahrwerkseinstellungen und Fahrverhalten regelt. Die Trockenkupplung wurde gegen eine Ölbadvariante mit Anti-Hopping-Funktion ausgetauscht.

Trotzdem müssen GS-Fahrer auf das legendäre Klacken des 6-Gang-Schaltgetriebes nicht verzichten.

Technisch perfekt und komfortabler, das ist die Maxime bei der neuen GS.

Fahrer und Beifahrer werden durch verstellbare Sitzgelegenheiten verwöhnt. Die Fußrasten sind etwas tiefer angebracht, so dass die Maschine von kleineren Fahrern sicherer beherrschbar ist. Erstmals bietet BMW die große Enduro nach den Vorlieben der Käufer in den drei Ausstattungsvarianten Touring, Dynamik und Offroad an.

Im Paket bekommt man Extras wie die elektronische Stabilitätskontrolle ASC, beheizte Griffe, eine Temporegelung oder die extrem hellen LED-Hauptscheinwerfer zu etwas günstigeren Preisen.

Wer seine R 1200 GS schon geordert hat, muss möglicherweise auf die Auslieferung noch etwas warten. Bei einem Langzeit-Prüfstandtest hatte sich an der Telelever-Gabel einer Maschine das Standrohr gelockert. Nun werden die Verschraubungen zusätzlich gesichert.

Bildquelle: User Jeff dean on en.wikipedia.

Die neue Motorradsaison steht vor der Tür – Frisch gewartet auf die Piste

Der Frühling naht, es wird immer wärmer und die Motorradfans stehen bereits in den Startlöchern, um endlich die heißen Öfen aus der Garage zu holen und wieder auf die Piste zu gehen. Schließlich mussten sie den ganzen Winter über auf die tollen Fahrten durch die Natur verzichten und jetzt kann es gar nicht schnell genug los gehen. Doch ein paar Vorarbeiten sind vor der ersten Tour trotzdem zu treffen, um sein Zweirad ganz sicher über die Straßen zu lenken.

Selbstverständlich steht nach dem langen Winter zuerst einmal die Reinigung und Pflege des Motorrads auf dem Programm. Niemand möchte ernsthaft mit einer schmutzigen Maschine die erste Tour unternehmen. Denn zu schönem Wetter gehört auch der glänzende Chrom eines Motorrades.

Klar kann hierfür auch ein Dampf- oder Hochdruckreiniger verwendet werden, doch der Biker sollte dabei den empfindlichen Teilen der Maschine nicht zu Nahe kommen. Und auch den Tank sollte man bei dieser Reinigung verschonen und ihn lieber von Hand waschen. Den Seilzügen der Maschine, wie Bremse, Kupplung und Gas, tun nach der langen Standzeit einige Tropfen Öl sicher ganz gut, um sie wieder leichtgängig zu machen.

Auch die Batterie ist oft nach der langen Zeit in Mitleidenschaft gezogen und muss wieder aufgeladen werden. Nachdem anschließend der Stand des Motoröl kontrolliert wurde, kann der Biker es auf einen ersten Startversuch ankommen lassen. Wurde darauf geachtet, den Vergaser vor dem Winter zu leeren, spring das Bike meist sehr schnell an. Das Röhren ist Musik in den Ohren der Motorradfans.

Als eine der letzten Arbeiten vor der ersten Tour sollten noch die Ketten gereinigt und auf die richtige Spannung geprüft werden. Und auch die Bremsen sollten einem gründlichen Check unterzogen werden. Denn nur gute Bremsen sorgen für Sicherheit auf der Straße. Blinker, Bremslicht und Hupe funktionieren ebenfalls und auch die Reifen sind in Ordnung, dann kann es auch schon losgehen auf die erste Tour im diesjährigen Frühling. Viel Spaß dabei!

Motorradsicherheit – Wie wichtig die Ausrüstung wirklich ist

Mit der richtigen Motorradkleidung lassen sich Sicherheit und Schutz kaufen. Während man beim Motorrad sparen und sich für ein günstiges oder gebrauchtes Modell bedenkenlos entscheiden kann, muss bei der Motorradkleidung auf einige Faktoren geachtet und sich nicht aus Kostengründen für ein Sparangebot entschieden werden. Gute und sichere Motorradkleidung kostet. Doch hier steht die Sicherheit auf dem Spiel.

Aber nicht nur bei billiger, sondern auch bei alter Motorradkleidung geht man ein hohes Risiko ein und kann bei einem Unfall massive Folgen begünstigen.

Eine gute Motorrad Ausrüstung erkennen

Textile Motorradbekleidung kommt immer mehr in Mode und wird aufgrund der günstigeren Preise im Vergleich zur Leder Kombi immer häufiger gewählt. Sie ist witterungsbeständig und verfügt über einen hohen Sicherheitsstandard. Doch im Praxis Test kommt die Kunstfaser-Kombi nicht an die Abriebeigenschaften von Leder heran. Wichtig sind auch der Schnitt und die richtige Größe.

Eine perfekt sitzende Leder Kombi hat die Protektoren mit besonderer Schutzfunktion genau an dem Ort, wo diese bei Unfällen polstern und schwere Stürze abfangen. Die Textil Kombi sitzt meist weiter und könnte beim Sturz verrutschen. Auch Misch-Kombis aus Leder und Textil überzeugen und können in hochwertiger Verarbeitung für einen maximalen Sicherheitsstandard sorgen. Die Motorrad Ausrüstung sollte man nicht online bestellen, sondern direkt per Anprobe auswählen und sich so für die richtige Größe entscheiden.

Immer mehr schlimme Unfallfolgen durch falsche Bekleidung

Auch der sicherste Motorradfahrer ist vor einem Sturz mit schlimmen Folgen nicht gefeit. Daher muss die Motorradkleidung den Sturz abfangen und mit Projektoren an den richtigen Stellen ausgestattet sind.

Welche Unfallfolgen bei falscher oder alter Ausrüstung auftreten zeigen Statistiken des ADAC und Unfallberichte von Krankenhäusern. In vielen Fällen hätten die Unfallfolgen gemindert werden können, wäre der Motorradfahrer richtig ausgerüstet und mit einer hochwertigen Kombi bekleidet gewesen. Vor der neuen Saison sollte jede Kombi auf ihre Beschaffenheit und auf Abrieb überprüft werden.

ECE – Prüfzeichen für Motorrad-Bauteile

Immer mehr nationale Gesetze und Regelungen werden durch international gültige Verordnungen der Europäischen Gemeinschaften verändert oder abgelöst.

Auch in Punkto Verkehrsordnung und den damit verbundenen Auflagen bei der Erteilung von Betriebserlaubnissen ist die EU inzwischen federführend.

Durch Prüfzeichen mit grenzübergreifender Gültigkeit wollen die teilnehmenden Staaten dafür sorgen, dass Fahrzeuge, die in der EU und darüber hinaus betrieben werden, einem einheitlichen Sicherheitsstandard entsprechen.

Welche Regelungen sind für mich ausschlaggebend?

Entscheidend sind die ECE-Regelungen, welche bestimmen ob ein Bauteil den festgelegten technischen Vorschriften entspricht oder nicht. Wenn einer der Mitgliedsstaaten feststellt, dass ein Bauteil gemäß dieser Regelungen verbaut werden darf, kann dieses Bauteil mit dem ECE-Prüfsiegel versehen werden und darf innerhalb der Gemeinschaft legal betrieben werden.

Die Anzahl der Mitgliedsstaaten übersteigt dabei den Bereich der EU, zum Beispiel gehören Thailand, Estland, Dänemark und zur Zeit 44 weitere Staaten dazu.
Wenn ein Bauteil dieses Prüfsiegel nach § 21a StVZO nicht trägtmuss es gesondert durch den technischen Dienst geprüft und freigegeben werden.

Wie erkenne ich das ECE-Prüfsiegel?

Das Prüfsiegel besteht aus einem Kreis in dem ein „E“ und daneben eine Ganzzahl stehen, welche die Kennzahl des Landes darstellt, von dem das Siegel vergeben wurde.

In der Nähe des Kreises steht die Genehmigungsnummer für den Bauteil-Typ und eventuell noch weitere Kennzahlen. Ein Kreis in dem „E1“ steht bedeutet zum Beispiel, dass das Bauteil in Deutschland geprüft und freigegeben wurde. Es ist verboten Bauteile zu betreiben, welche Siegel oder Symbole tragen, die dem ECE-Prüfsiegel ähnlich sehen.

Kein Prüfsiegel. Was nun?

Trägt ein technisches Bauteil Ihres Fahrzeuges kein ECE-Prüfsiegel oder ein Siegel, dessen Art und Ausführung eine Fälschung vermuten lassen, ist dieses Bauteil eventuell nicht zugelassen. In diesem Fall sollte ein technischer Prüfer befragt oder auf den Betrieb des Bauteils verzichtet werden.

Die Saison ist eröffnet – Der Start2Ride Day am 16. März

Zum zweiten Mal laden die Unternehmer der IVM alle Motorsportler und Händler zum Start2Ride ein. Der Frühling steht vor der Tür. Das ist die beste Gelegenheit, um neue Bikes anzuschauen, auszuprobieren und sich mit anderen Bikern auszutauschen. Die Feierlaune kommt bei dem Zusammentreffen natürlich auch nicht zu kurz.

Jede Menge Händler und Marken

An einem Tag öffnen die Pforten des Start2Ride Day. Am 16. März ist es wieder so weit und zahlreiche Händler aus vielen Städten präsentieren sich mit ihren Marken und neuen Modellen. In diesem Jahr sind mit dabei: KTM, Kymco, Peugeot, Suzuki, BMW Motorrad, Kawasaki, Kreidler, Hyosung, Triumph, Yamaha und Quadro.

Über 2000 Händler nehmen an der Show teil und bieten allen Interessierten Probefahrten, Informationspräsentationen und Erfahrungsberichte an. Die Marken dürfen bis auf das kleinste Detail geprüft und untersucht werden.Im letzten Jahr wurde der Start2Ride bereits mit einer großen positiven Resonanz aufgenommen. Die Bikes können in allen teilnehmenden Roller- und Motorradläden betrachtet werden. Der Besuch ist kostenlos.

Programm

Viele Besucher nehmen die Marken unter die Lupe, die in der Gruppe gefahren werden. Auch für Neueinsteiger und solche, die etwas aus der Übung gekommen sind, ist der Tag bestens geeignet. Sie müssen nicht die einzelnenn Saisonstarts ihrer bevorzugten Marken recherchieren und abwarten, sondern können an diesem Tag alle Marken und Neuheiten begutachten. Die Händler bereiten ein Buffet vor, welches den kleinen Hunger stillt.

Auch für die Unterhaltung ist gesorgt. Livebands und Bühnenshows bieten Abwechslung, lockern die Stimmung und sorgen für eine familiäre Atmosphäre.

Nutzen der Veranstaltung

Der Start2Ride ist die optimale Möglichkeit, gesammelt alle Neuheiten auf dem Markt zu präsentieren. Die Händler müssen nicht mehr einzeln einen Saisonstart vorbereiten. Die Veranstaltung fördert den Teamgeist der Mitarbeiter, stellt Kundenkontakt her und weckt durch eine angenehme Atmosphäre die Kauflaune der Interessenten. Sie bekommen eine fachkundige Betreuung und ein abwechslungsreiches Programm.

Motorrad-Tuning: Welche Prüfsiegel gilt es zu beachten?

Wenn die ersten Sonnenstrahlen die Natur wieder zum Leben erwecken, kann das Bike langsam aus seinem Winterschlaf geholt werden. Bevor die ersten Touren gedreht werden, möchten viele Biker ihr Motorrad auftunen. Doch hierbei müssen sie einige Dinge beachten, denn Prüfsiegel setzen dem Tuning Grenzen.

TÜV-Vorgaben und AEB

Damit das getunte Bike auch alle sicherheitsrelevanten Prüfsiegel vom TÜV bekommt, müssen einige Vorgaben beachtet werden. Wer sein Motorrad mit einem neuen Lenker aufrüsten möchte, der muss auf die passende Größe achten. Beim Einschlag dürfen keine Schläuche von der Bremse oder die Finger eingeklemmt werden. Ein ausreichender Einschlag ist wichtig für die Sicherheit des Fahrers.

Alte Bremsleitungen werden oft durch Stahlflexleitungen ersetzt. Sie bieten einen besseren Druckpunkt und können nicht so leicht durch Marder zerstört werden. Für die Montage einer solchen Leitung wird allerdings eine Allgemeine Betriebserlaubnis (AEB) benötigt.

Die Wahl der Reifen richtet sich nach den Angaben des Herstellers. Die Traglast darf nicht überschritten werden. Auch der Geschwindigkeitsindex darf nicht erhöht werden. Die Reifen müssen in Abstimmung auf das Motorrad gewählt werden und den technischen Daten des Bikes gerecht werden.

EG-Typgenehmigung

Motorräder müssen einen Katalysator haben. Dieser reguliert den Schadstoffausstoß. Beim Auswechseln des Endtopfes muss gewährleistet werden, dass der Katalysator nach dem Umbau noch funktionsfähig ist. Motorräder mit einem Katalysator sind mit einer Abgasanlage ausgestattet.

Die Abgasreinigung wird mit einer Ziffer qualifiziert. Genormte Abgasanlagen sind mit der Zahl 5 gekennzeichnet. Fehlt dieses Siegel, muss ein zusätzliches Kat eingebaut werden. Auch dieses muss mit der Ziffer 5 gekennzeichnet sein.

Auch der Endtopf selbst muss bestimmten Normen entsprechen. Er muss eine Zulassungsnummer und eine Kennzeichnung für die EG-Typgenehmigung besitzen. Diese Genehmigung wird durch das E-Zeichen ausgedrückt.

Lautstärkegrenzen werden mit dem Siegel einer eingekreisten Zahl gekennzeichnet. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Lautstärkegrenze von 9. Enthält der Endtopf kein Siegel, wird das Motorrad nicht vom TÜV abgenommen.