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Honda 2009: Bruch mit dem Tabu
06.09.2008

Bislang waren Sicherheitsbremsen unter sportlichen Fahrern verpönt. Der weltgrößte Motorradhersteller läutet mit optional erhältlichen CBS-ABS-Versionen jedoch vorsichtig die Wende ein. Endlich ...


ABS und Supersportler - das passte ganz und gar nicht. So die Ansicht vieler Superbike-Piloten. Schließlich zeigen doch Rossi & Co. und die vielen Talente, dass noch immer der Fahrer Herr der Lage ist. Zumindest sein sollte. Das dem nicht immer so ist, erfährt der Leid geprüfte Biker freilich erst nach dem Abgang.

Damit es soweit nach Möglichkeit erst gar nicht kommt, bietet Honda die CBR 600 RR als auch die CBR 1000 RR Fireblade ab nächstem Jahr auf Wunsch mit einem Antiblockiersystem an. Doch nicht nur das: Weil das Bremsen auf hohem Niveau eine äußerst diffiziele Angelegenheit ist, regelt ein neues CBS - Combined Brake System die Bremskraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterrad.

Seinen Ursprung hat das CBS-ABS in der ST 1100 Pan European von 1993 bzw. das CBS selbst in der CBR 1000 F. Bei den 2009er-Modellen kommt gemäß den anderen Anforderungen eine vollständig überarbeitete Version zum Einsatz. Das neue Combined ABS wird elektronisch angesteuert (Brake by Wire) und bewirkt eine schnelle und gleichermaßen sensible Bremskraftverteilung auf beide Räder. Dadurch gewinnen Bremsstabilität, Kontrollierbarkeit und Verzögerungsleistung.

Dabei greift die Antiblockierwirkung nach Herstelleraussage extrem geschmeidig ein. Das sonst übliche Pulsieren am Handhebel entfällt vollständig und beeinträchtigt selbst sportlichste Anspüche in keinster Weise. Honda bietet das neue ABS-System 2009 optional für die CBR 600 RR als auch in der CBR 1000 RR Fireblade an. Das erst 2008 neu vorgestellte Superbike bleibt technisch ansonsten weitgehend unverändert. Neu sind die in den Repsol- sowie HRC Tricolor-Farben lackierten Versionen.

Richtig Bremsen: Teil 1 bis 3
Honda CBR Fireblade als Limited Edition


Technisch tut sich bei der 2009er-Fireblade (Bild, 178 PS) und CBR 600 RR (120 PS) vergleichsweise wenig - was nichts Schlechtes bedeutet. Die neuen, optional erhältlichen CBS-ABS-Typen bleiben momentan dennoch Novitäten und provozieren ein Umdenken unter sportlich gesinnten Motorradfahrern.

   

Weitere Modellpflegemaßnahmen an der 600er betreffen Motor und Design. Modifikationen an Kolben, Zylinderkopf und Auspuffanlage optimieren den Drehmomentverlauf zwischen 8.000 und 12.000 Touren, was den Durchzug beim Beschleunigen aus Kurven verbessern soll. Das Verkleidungsunterteil wurde überarbeitet, was sich positiv auf die Geradeauslaufstabilität auswirkt sowie die Motorgeräusche besser abschirmt. Die Optik jedenfalls bleibt Geschmacksache. Neu ist eine Limited-Edition, in blau-weiß-schwarzem Graffiti-Design, die an das Konica-MotoGP-Team und Shinya Nakano erinnern. (uh)

  

  
Honda CBR 600 RR: auch 2009 eine der durchzugstärksten
Supersport-Bikes

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