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Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis Yamaha neben den Mittelklasse-FZ und den starken Ein-Liter-Boliden eine zusätzliche Hubraumvariante ins Programm aufnimmt. Exakt 779 ccm fassen die vier in Reihe aufgestellten Zylinder ... ein knappes Schnapsglas größer als die so gut wie ausgestorbenen 750 ccm-Maschinen. Die Nennleistung von 106 PS steht bei 10.000 min-1, das max. Drehmoment von 82 Nm bei 8.000 min-1 an. Damit bewegt sich das Drehzahlniveau insgesamt 2.000 und mehr Kurbelwellenumdrehungen pro Minute unterhalb jenem der kurzhubigeren 600er-Typen.
Wer sich die Kenngrößen wie Bohrung (68,0 mm) und Hub (53,8 mm) genauer anschaut erkennt schnell, dass die Wurzeln des 800 ccm-Motors im bis zu 150 PS starken FZ1-Motor der R1 (2004 - 2008) liegen. Dafür begnügt sich die 800er - wie auch die R1 seit 2009 - mit vier Ventilen pro Zylinder. Ist doch alles ganz einfach, nicht wahr?
Die Verdichtung von immerhin 12,0:1 lässt auf eine gute Verwirbelung im Brennraum und ordentliche Druckverhältnisse in den Zylindern schließen. Um eine möglichst homogene Kraftentfaltung kümmern sich neben den üblichen Drosselklappen elektronisch gesteuerte Sekundär-Drosselklappen zugunsten eines gleichmäßigen Flow der Frischgase im Ansaugtrakt. Zu diesem Zweck werden Motordrehzahl und Gasgriffbewegung vom Motormanagement in Echtzeit verarbeitet. Auf Grundlage dieser Daten betätigt ein Servomotor die zusätzlichen Drosselklappen.
Der kraftvolle Durchzug des FZ8-Motors ist nicht zuletzt der 7,8 Liter großen Airbox zu verdanken, die mit unterschiedlich langen Ansaugtrichtern bestückt ist. Zylinder 1 und 4 werden über 125 Millimeter lange Ansaugwege versorgt, für Zylinder 2 und 3 beträgt die Länge 150 Millimeter.
Der Konzept des Leichtmetall-Brückenrahmens mit angeschraubtem Stahlheck gleicht jenem der großen FZ1-Modelle. Selbst der Durchmesser der Upside Down-Gabel ist mit 43 mm identisch. Dennoch drückt die FZ8 Fazer mit vollgetankt 220 Kilogramm derer fünf weniger auf die Waage als ihr ebenfalls mit ABS ausgerüstetes Pendant mit 1000 ccm (225 kg). Die unverkleideten FZ8 wiegt dank fehlendem Plastik weitere vier Kilogramm weniger (216 kg).
Im Mittelpunkt der unverkleideten FZ8 steht das Erleben der unverfälschten Fahrdynamik. Im Gegensatz zur halbverkleideten FZ8 Fazer unterscheidet sich die gedrungener wirkende FZ8 u.a. durch einen etwas tiefer angebrachten Lenker, was eine leicht Vorderrad betontere Sitzposition zur Folge hat. Beiden gemeinsam ist ein serienmäßiges ABS. Eine ABS-lose Version wird zumindest in Deutschland nicht angeboten.
Mit 8.495 Euro liegt die FZ8 preislich knapp unterhalb der sportlichen, 98 PS starken FZ6 Fazer S2 ABS. Die verkleidete FZ8 Fazer schlägt mit 300 Euro Aufpreis zu Buche. Dafür bekommt man reichlich Motorrad fürs Geld. Und dazu noch sehr, sehr schön gemacht. (uh)
Das Bild zeigt neben der FZ8 Fazer (vorn, blau) die FZ1 Fazer im aufgehellten Hintergrund. Gut sind die unterschiedliche Verlegung der Auspuffkrümmer sowie das steiler gestellte Heck der 800er zu erkennen. Ansonsten aber herrscht weitgehend Einigkeit.
Technische Daten Yamaha FZ8 ABS und FZ8 Fazer ABS Motor Flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder-Reihenmotor, Hubraum, 779 ccm, 106,2 PS bei 10.000 min-1, max. Drehmoment 82 Nm bei 8.000 min-1, DOHC, vier Ventile pro Zylinder, Bohrung x Hub: 68,0 × 53,6 mm, Verdichtungsverhältnis 12,0:1, Nasssumpfschmierung, elektronische Kraftstoffeinspritzung, per Seilzug betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Transistor-Zündanlage, Sechsgang-Getriebe, Sekundärantrieb über Kette,
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Die FZ1 Fangemeinde wartet auf den aktuellen ungedrosselten R1 Motor, und Yamaha bringt eine FZ8. So kann man auch verhindern Motorräder zu verkaufen. Weiter so.