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Als Jürgen Justen Ende Juli 2002 seinen ladenneuen Suzuki 125 Burgman beim Händler abholen will, steht das gute Stück noch im Schaufenster. Nachdem ein Mechaniker den Roller raus geschoben hat, springt er nur unwillig an, läuft nach ein paar versuchen aber rund. Ungünstiges Vorzeichen oder Zufall?
Jürgen ist happy und spult Kilometer um Kilometer ab. Wenig später stehen bereits die ersten 1.000 Kilometer auf der Uhr - die fällige Inspektion im Terminkalender. Bis die Burgy in der Werkstatt durchgecheckt ist, bekommt Jürgen eine SV 650 geliehen. "Tja das ist schon ein Unterschied. Im Vergleich zum Burgman reißt die einem buchstäblich die Arme aus". Als er seine Burgman wieder in Empfang nimmt, freut er sich trotzdem. Denn die AN 125 ist ein sparsamer Geselle und zudem auch noch schick aus. Aber lesen Sie selbst.
September 2002 Tagestour Ourtalroute bis Diekirch (Luxembourg), Wetter durchwachsen, Burgman läuft tadellos, irgendwann fängt die Sitzbank an zu zwicken. Verbrauch 3,5 Liter Normalbenzin/100 km. Hurra, in Luxemburg nur 79 Cent/Liter. Wieder zuhause stirbt der Motor plötzlich ab. Diese Unart tritt zwischendurch immer wieder auf, meist nach etwa 10 Minuten Fahrt. Neu gestartet, läuft der Viertaktmotor wieder einwandfrei. Motor nimmt nach ca. 12-15 Minuten nur noch zäh Gas an, als ob zuwenig Sprit kommt, generell fehlen irgendwo ein paar PS im gesamten Drehzahlband. Spitze mit Mühe noch 100 km/h.
Oktober 2002 Tagestour Luxembourg, Trier, Mosel, tolle Strecken, Frühmorgens auf dem Weg nach Aachen zu meinem Spezi betätige ich die hintere Scheibenbremse. Wirkung jedoch null! Diagnose: Zu wenig Bremsflüssigkeit. Uff! Wir fahren trotzdem, ich pumpe immer wieder mal prophylaktisch vor. Nach 12 Stunden problemloser Fahrt bin ich abends nach 490 Kilometern wieder zu Hause. Verbrauch 3,8 l/100 km, 1:0 für den Burgman. Nur diese Sitzbank ...
4.000 km-Inspektion Ich schildere der Werkstatt das Phänomen des Absterbens, ohne große Hoffnung, dass man was findet. Man bemüht sich prüft den Vergaser und Startautomatik, fährt Probe, nichts ... Der Mechaniker bittet mich das mal zu protokollieren, damit er einen besseren Anhaltspunkt erhält. Mach ich doch gern! Fahre an dem Tag den Burgman 650. Leute, was für ein Unterschied. Da ist nicht mehr viel bis zum Auto. In jeder Hinsicht. Kurz über die Autobahn: Aus dem Stand mal eben 175 km/h und läuft wie auf Schienen. Super. Aber 8.700 € und ohne ABS, schluck. Meine Burgman-Inspektion schlägt mit 147,23 Euro zu Buche.
weiter im Oktober 2002 Die nächsten zwei Wochen stirbt der Motor wieder ab. Es ist ein Drama! Mittlerweile wird es fast schon zur täglichen Übung. Ich protokolliere fleißig für die Werkstatt. Uhrzeit, Fahrzeit, gefahrene Kilometer, Außentemperatur, Wetter, Wassertemperatur. Es tritt immer kurz bevor das Kühlwasser die Normaltemperatur erreicht. Nach rund 10 Minuten lässt die Leistung spürbar nach. Mittlerweile habe ich den Eindruck, der Motor zieht grundsätzlich nicht mehr so wie früher. Gerade aus dem Stand kommt nicht mehr viel.
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