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Erfreulich, dass sich in letzter Zeit zunehmend mehr Biker für Tourenmotorräder entschieden haben. BMW´s Dauerbrenner, die K 1200 RS, ist bereits seit gut 3 Jahren auf dem Markt und erfreut sich einer großen Beliebtheit bei den stolzen Besitzern. Trotzdem ließen es sich die Bajuwaren nicht nehmen, dem Brummer für diese Saison einer umfangreichen Modellpflege zu unterziehen. Yamaha´s Dickschiff, die GTS 1000, gibt sich bereits seit 1993 die Ehre und wird in diesem Jahr offiziell durch den Sporttourer FJR 1300 ersetzt.
Als Vorreiter zukunftsweisender Technologien gilt zweifelsohne die Yamaha GTS 1000. Augenfälligstes Merkmal ist die gewaltige Achsschenkellenkung an der Frontpartie. Die Vorderradführung ist an Stabilität kaum zu toppen, treibt allerdings auch das Gewicht entsprechend in die Höhe. 260 Kilogramm trocken sind nicht von Pappe. Leichtfüßiges Handling gehört bei ihr nicht gerade zu den Paradedisziplinen. Dafür verwöhnt sie mit tollem Komfort und einer famosen Verkleidung, die Express-Reisen mit 200 km/h mühelos möglich macht - ob solo oder zu zweit. Der äußerst durchzugsstarke Reihenvierzylinder aus der FZR-Baureihe mit Exup-Auslass-Steuerung und 5 Ventilen pro Zylinder, verwöhnt den Fahrer besonders im unteren und mittleren Drehzahlbereich mit fulminanter Kraftentfaltung. Und das trotzdem sie weltweit mit lediglich 98 PS ausgeliefert wurde. Das alles wird sich jedoch noch in diesem Jahr relativieren. Dann nämlich, wenn die neue FJR 1300 in den Läden steht: 145 PS, ein Drehmoment von 125 Nm - und das alles bei angenehm moderaten Drehzahlen. Sicher, 26.500 Mark sind eine Stange Geld. Doch immer noch 2.000 Mark weniger, als eine neue K 1200 RS.
Dabei hat sicher auch die BMW einiges zu bieten. Ist sie doch eine zeitlose Maschine und einem wirklich eigenständigen Design. Jahrelang ist sie jedoch in die Schublade der Sportler gesteckt worden - es sollte sich halt gut verkaufen. Von Sportlichkeit zu sprechen, ist allerdings fehl am Platze. Dies erkannten endlich auch die Marketing-Experten und spendierten dem aktuellen Modell eine mehr touristische Note. Angefangen beim größeren Verkleidungsoberteil finden die Füße nun 30 Millimeter tiefer ihre Ruheposition auf den Rasten. Durchdacht auch der Wechsel zum 17-Zoll-Rad am Heck (bislang 18-Zoll). Damit ist nun endlich die Montage aktueller Reifengrößen problemlos möglich. Was bleibt, ist ein faszinierende Fahreindruck, der eigentlich BMW-untypisch ist. Noch immer ist die Sitzposition konzentriert und auch der Knieschluss trägt seinen Teil zum Wohlbefinden bei. Wer´s nicht zu bunt treibt, ist auch mit dem Handling zufrieden.
Yamaha GTS 1000 Die GTS 1000, ob nun mit oder ohne ABS, hat sich als quasi unkaputtbares Motorrad seit langem einen festen Namen in der Tourerzunft gemacht. Nichtsdestotrotz wird sie immer ein Exot unter den großvolumugen Bikes bleiben. Zu fortschrittlich und aufdringlich schien das doch etwas zu gewagte Design. Dabei birgt sie selbst heute noch immer zukunftsweisende Technologien. Am auffälligsten ist wohl die massive Achsschenkellenkung. Durch die Trennung von Radführung und Federung/Dämpfung erhöhen sich Komfort und Fahrsicherheit. Antriebsseitig ist die seit 1997 nur noch mit ABS ausgeliefertem Einspritzer mit dem flüssigkeitsgekühlten Reihenvierer der FZR 1000 ausgestattet. Ein geregelter Dreiwege-Kat gehört ebenfalls von Anfang an zum Standard. Mit über 280 Kilogramm fahrfertig gehört die GTS zur Gattung der absoluten Kilometerfresser. Lange, schnelle Autobahnetappen belohnt sie mit stressfreiem Genuss ohne Reue. Obendrein wurde die GTS seit 1998 Jahr sogar mit einem Krauser-Koffer-Set angeboten, eine höhere Scheibe gehörte ebenfalls zur Grundausstattung. Also, viel Spaß auf den nächsten 200.000 Kilometern!
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