Mototorradsparte wird 90

Motorräder haben beim deutschen Automobilurgestein BMW seit jeher eine lange Tradition und können besonders im Rennsport auf eine große Anzahl prestigeträchtiger Rennerfolge international wie national zurückblicken.

Vom Rennsport auf die Straße

Ambitionen an der Entwicklung und dem Bau nach dynamischer, leichter Sportmotorräder zeigten die Bayerischen Motorenwerke schon früh. Nach erfolgreichen Produktionslinien im Bereich des LKW-, Boots- und PKW Motorenbaus entschied am 28 September 1920 die Führungsspitze der Bayerischen Motorenwerke ein Sportmotorrad zu bauen, dass alle Rekorde im Bezug auf Gewicht, Geschwindigkeit, Beschleunigung und Handling brechen sollte. Dies war die Geburtsstunde des ersten Rennmotorrades aus München. Das mit einem 492 Kubikzentimetern großvolumige Treibwerk der BMW R 32 schöpfte immerhin 8,05 Ps aus dem Superbleifrei. Mit einer bis dahin unbekannten Zuverlässigkeit, einem attraktiven Preis und einer hohen Qualitätsgüte bot der massive Gitterrahmen auch die Basis der darauf folgenden Weiterentwicklung R 39. Mit einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde sorgte Sie weltweit für Aufmerksamkeit für die neue BMW Motorradsparte. 218,26 KM/h, ein Spitzenwert für damalige Verhältnisse und ein gutes Verkaufsargument zugleich.

Kooperationen als Entwicklungspfad

Über die Jahre investierte BMW um immer neue Techniken zu entwickeln und innovativ dem Markt zu folgen immer wieder in große Rennteams und Fahrer. Aus der Zusammenarbeit stammten beispielsweise das aktuell in Deutschland meist verkauftest Motorrad, die R 1200 GS. Als Reiseenduro verfügt sie über 125 Ps, wiegt nur 229 Kilogramm und schafft mit ihrem Sechsganggetriebe stolze 215 Km/h.

Elektrische Zukunft

Heutzutage ist die Mototorradsparte beim Münchner Traditionshersteller wirtschaftlich und rechtlich eigenständig und kann so frei und innovativ neuste Produkte mit hohem technischem Anspruch auf den Markt bringen. So wird ähnlich wie im Automobilsektor auch die Zukunft der Zweiräder im elektrischen Antriebskonzept verwirklicht werden. Seit mehreren Jahren arbeiten die Forschungs- und Technik Abteilungen an der Neuauflage der C 600 Sport und C 650 GT Modelle, die sich als zuverlässige moderne Skooter sowohl im urbanen als auch ländlichem Raum heimisch fühlen. Rein elektrische Modelle sind in Sachen Beschleunigung, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit schon jetzt ganz vorne, gäbe es nur nicht das Problem mit den begrenzten Akkukapazitäten bzw. Reichweiten..So erfreuen sich die neuen Elektroscooter der C evolution Klasse über leistungsstarke Antriebsmodule mit bis zu 38 Kilowatt und einem sehr hohen Leichtbaufaktor. So kommen immer öfter Metalle, wie Aluminium, Titan und Kohlenstoff verstärkter Kunststoffe (Karbon) zum Einsatz. Ob diese Konzepte auch Potential für die Rennmotoradklasse besitzen wird die Zukunft zeigen.

Rund um das Motorrad

Darüber hinaus führt die BMW Motorradsparte auch umfassende Produktlinien im Bereich Motorrad. Ob Helme, Motorradbekleidung oder Fahrsicherheitstrainings mit erfahrenen Coaches, kaum ein Produkt, dass BMW nicht im Sortiment führt.

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