Neuer Trend: Tankstellen ziehen Kunden „für Luft“ das Geld aus der Tasche

Das die Benzinpreise stetig steigen und seltsamerweise gerade in den Ferienzeiten besonders hoch sind ist nichts Neues. Teilweise kann man dafür vielleicht sogar noch Verständnis aufbringen, da die Kosten für Benzin hoch versteuert sind und von den Ölpreisen abhängen. Doch jetzt muss man an vielen Tankstellen nicht nur für den Sprit sondern auch für die Luft bezahlen. Einen Euro kostet das Aufpumpen der Reifen, dafür hat man dann fünf Minuten Zeit. Die Messung des Reifendrucks bleibt gnädigerweise noch umsonst.

Das Pilotprojekt wurde bereits 2011 gestartet, zu dieser Zeit nahmen aber nur 20 Tankstellen in Nordrhein- Westfalen daran teil. Seit dem 21. Januar diesen Jahres haben sich 120 Tankstellen in Deutschland, darunter auch Shell Filialen, für eine Einführung entschieden. Seit diesem Tag kann an vielen Tankstellen die Luft nicht mehr gratis abgepumpt werden. Ob bald noch mehr Tankstellen Geld für Luft verlangen ist noch ungewiss und wird sich im Laufe des Jahres abzeichnen. Alle teilnehmenden Tankstellen müssen beim Reifendruckmessen auf Münzgeräte umstellen.

Grundsätzlich ist die Idee nicht neu, in England beispielsweise wird schon seit Jahren für das Aufpumpen der Autoreifen bezahlt und das System hat sich scheinbar bewährt. Zumindest für die Tankstelle. Dennoch sind viele  verständlicherweise verärgert. Da es momentan aber noch genügend Tankstellen gibt die Luft weiterhin gratis verschenken, sind die meisten nicht dazu gezwungen dafür zu bezahlen. Schließlich kann einfach die nächste Tankstelle angefahren werden, wo man den Service noch kostenlos bekommt. Die Frage ist nur wie lang. Empört zeigen sich übrigens nicht nur die Verbraucher sondern auch der ADAC. Schließlich ist finanzieller Profit der einzige Grund, warum die kostenpflichtigen Luftprüfgeräte überhaupt eingeführt werden. Auch wenn Tankstellen sich damit verteidigen, dass sie dadurch Betriebskosten eingespart werden und der Erlös geteilt wird. Der Verbraucher jedenfalls profitiert von dem eingenommenen Geld in keiner Weise.

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