Schumacher ist zurück auf der Rennstrecke – Als Testfahrer für HRP

Michael SchumacherMichael Schumacher, der Rekordweltmeister der Formel 1 (7 Titel), dreht nach seinem jüngsten und diesmal wohl endgültigen Abschied aus der Königsklasse des Motorsports bereits wieder seine Runden auf der Rennstrecke. Allerdings rast der gebürtige Kerpener nicht in einem 700 PS starken Rennboliden über die Piste, sondern auf dem Motorrad, einer 1000 Kubikzentimeter Honda mit 220 PS!

Ganz schön überrascht zeigten sich die Teilnehmer des dreitägigen Reifentests der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) der Superbike-Klasse auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia, als Schumacher zum Auftakt der Testfahrten auf die Strecke rollte und ordentlich Gas geben durfte. Um das Erscheinen der Motorsport-Legende wurde nämlich von Seiten des Veranstalters stillschweigen gewahrt. Selbst der österreichische Motorradrennfahrer Michael Ranseder vom Team Holzhauser Racing Promotion (HRP), für dessen Rennstall Schumi die Reifentests durchführte, wusste laut „speedweek“ nichts von dieser Aktion: „Ich war nicht informiert“.

Für Schumacher war es nicht das erste Mal, dass er Testfahrten für HRP absolvierte. Bereits in den Jahren 2008 und 2009 fuhr er im Rahmen der IDM-Reifentests ein Honda-Superbike. Allerdings verlief eine dieser Testfahrten alles andere als geplant. Der leidenschaftliche Motorradfan stürzte im Februar 2009 auf der südspanischen Rennstrecke in Cartagena und verletzte sich dabei so schwer, dass er sein für 2009 angestrebtes Comeback in der Formel 1 um eine Saison verschieben musste. Im Übrigen war dieser Sturz zwar der schlimmste, aber nicht der einzige Abflug, den Schumacher auf einem Rennmotorrad hinlegte. Im Jahr 2008 landete Schumi in Frankreich, in Oschersleben, auf dem Lausitzring und auf dem Nürburgring gleich vier Mal im Kiesbett, ohne jedoch ernsthafte Verletzungen erlitten zu haben.

Der Hoffnung der zahlreichen Schumi-Fans, der mittlerweile 44-Jährige werde demnächst um die WM-Krone in der Superbike-Klasse mitfahren, schob seine Managerin Sabine Kehm allerdings prompt einen Riegel vor: „Ja, er fährt immer wieder mal Motorrad. Aber Rennen wird er keine mehr fahren.“